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letzte Änderung: 03.02.2012 

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Aktueller Wertungsstatus

Klimakonferenzen der Vereinten Nationen

Besprechung
Seit der ersten Weltklimakonferenz 1995 in Berlin wurden zahlreiche weitere Beschlüsse für einen verbesserten Klimaschutz gefasst. © Fotolia

Die Mitgliedstaaten der Klimarahmenkonvention und des Kyoto-Protokolls treffen sich jährlich auf der Vertragsstaatenkonferenz, um die Weiterentwicklung des internationalen Klimaschutzregimes zu verhandeln.

Das Kyoto-Protokoll  mit seinen vergleichsweise geringen Reduktionspflichten läuft 2012 aus. Die meisten Beteiligten sind sich einig, dass es notwendig ist, ein Nachfolgeabkommen auszuhandeln. Auch nach 2013 sollen die Klimaschutzanstrengungen weiter engagiert vorangetrieben werden, um die Erderwärmung in tolerierbaren Grenzen für Mensch und Natur zu halten. Die letzte Konferenz fand im Dezember 2009 in Kopenhagen statt.

In der folgenden Tabelle sind einige Meilensteine in der Geschichte der internationalen Klimaschutzpolitik dargestellt.

Konferenz Ergebnisse
1. Weltklimakonferenz
1995 Berlin
Auf der ersten Vertragsstaatenkonferenz sollte die Klimarahmenkonvention weiterentwickelt und ausgestaltet werden. Ziel war ein Abkommen zur verbindlichen Reduktionsverpflichtung. Das „Berliner Mandat“ war die Basis für Verhandlungen über ein Protokoll zur Verringerung von Treibhausgasemissionen.
3. Weltklimakonferenz
1997 Kyoto (Japan)
Nach zweieinhalb Jahren intensiver Verhandlung wurde 1997 das Kyoto-Protokoll verabschiedet.
7. Weltklimakonferenz
2001 Marrakesch (Marokko)
Die detaillierten Bestimmungen zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls wurden in Marrakesch ausgearbeitet.
11. Weltklimakonferenz 2005 Montreal (Kanada) In Montreal kamen parallel zur 11. Conference of the Parties (COP11) der UNFCC erstmalig die Mitglieder des neu in Kraft getreten Kyoto-Protokolls (MOP1) zusammen. Besprochen wurden zahlreiche Themen wie Technologietransfer, Anpassungsstrategien, CDM- und JI-Regeln.
13. Weltklimakonferenz 2007 Bali (Indonesien) In Bali kam es zu einem ersten Höhepunkt auf dem Weg zu einem Kyoto-Nachfolgeabkommen. Wichtigstes Ergebnis war eine Roadmap für weitere Verhandlungen.

Weitere Beschlüsse:
  • Senkung der CO2-Emissionen bis 2020 um 25 bis 40 Prozent, bis 2050 um 50 Prozent
  •  Ein UN-Fonds soll die Folgen des Klimawandels für arme Länder lindern und bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels helfen
  • Mehr finanzielle Unterstützung und Investitionen für Entwicklungsländer, auch mit effizienten, klimafreundlichen Technologien
14. Weltklimakonferenz 2008 Poznan (Polen) (1.-12.12.2008) Ziel in Posen war es vor allem, die Verhandlungen über das Kyoto-Nachfolgeprotokoll voranzutreiben, das auf der 15. Weltklimakonferenz 2009 in Kopenhagen verabschiedet werden soll. Die Regierungsvertreter bekannten sich dazu, 2009 intensiv zu verhandeln, um in Kopenhagen ein ehrgeiziges und effektives Kyoto-Nachfolgeabkommen zu erreichen. Für Entwicklungsländer gab es in Poznan Fortschritte bei den Themen Waldrodung, Anpassung an den Klimawandel, sowie beim Technologietransfer und der Finanzierung von Erneuerbaren Energien beziehungsweise Katastrophenschutz.
15. Weltklimakonferenz 2009 in Kopenhagen (7.-18.12.2009) Ziel der lange vorbereiteten Klimakonferenz in Kopenhagen war es eigentlich, ein völkerrechtlich verbindliches Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll abzuschließen. Es gab jedoch nur kleine Fortschritte beim Waldschutz und der Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen in den Entwicklungsländern. Die Regierungen bekannten sich lediglich zum Ziel, die Erderwärmung auf maximal 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Obergrenzen für Treibhausgasemissionen wurden nicht festgelegt.

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