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letzte Änderung: 11.03.2010 

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CO2-Lagerung

Quelle: morgueFile.com

Fossile Energieträger bleiben in den nächsten Jahrzehnten sowohl national als auch international ein Bestandteil des Energieträgermixes in der Stromversorgung. Um gleichzeitig die Anforderungen an den Klimaschutz zu erfüllen und die fossilen Ressourcen zu schonen, ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Kraftwerkstechnologien nötig.

Bereits heute lassen sich durch erhöhte Wirkungsgrade moderner Kohle- und Gaskraftwerke deren CO2-Emissionen deutlich verringern. In Zukunft soll durch die Abscheidung / Abtrennung und Lagerung von CO2 (Carbon Dioxide Capture and Storage CCS) die Vision CO2-freier Kohle- und Gaskraftwerke Realität werden. In Kombination mit regenerativen Energieträgern eröffnen sich neue Dimensionen für den weltweiten Klimaschutz. Durch die Entwicklung entsprechender innovativer Kraftwerkstechnologien wird Know How für Produkte zum nationalen und internationalen Einsatz aufgebaut. Damit werden insbesondere neue Exportmärkte für deutsche Technologien erschlossen.

Projekte

Die Bundesregierung hat die Forschung und Entwicklung für CCS mit dem Programm COORETEC des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zu einem integrierten Konzept zusammengeführt. Darüber hinaus sind Studien in Arbeit bzw. bereits abgeschlossen, in denen CCS systemanalytisch und ganzheitlich untersucht wird. Aber auch große Energieversorger verstärken ihre F&E-Aktivitäten bei CCS, um die Klimaverträglichkeit fossiler Energieträger deutlich zu verbessern und diese längerfristig einsetzen zu können.

Beispiel: Das Energieunternehmen Vattenfall kündigte im Mai 2005 den Bau eines Pilotkraftwerks mit CCS in Schwarze Pumpe im Lausitzer Braunkohlenrevier an. Erst die Ergebnisse solcher F&E-Projekte werden zeigen, ob CCS in Deutschland im großen Stil einsetzbar ist. Aus heutiger Sicht ist dies von folgenden, bisher ungeklärten Fragen abhängig: 

  • Werden CCS-Technologien, wenn sie technisch und infrastrukturell einsetzbar sind, ökologisch und wirtschaftlich konkurrenzfähig zu den dann existierenden Stromerzeugungstechniken sein?
  • Werden die CO2-Speicher- und Lagerkapazitäten in ausreichendem Umfang in Deutschland verfügbar und erschließbar sein?
  • Ist die mittel- und langfristige Stabilität und Qualität der CO2-Speicher/Lager gewährleistet und können Gefahren für Mensch und Umwelt ausgeschlossen werden?


Experten sind sich nahezu einig, dass CCS frühstens 2020 technisch und infrastrukturell verfügbar sein wird.

Autor: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) 


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