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Auswirkungen des Klimaprogramms für die Verbraucher

- Verbraucher müssen sich auf die neuen Vorgaben des Klimaprogramms einstellen, können aber zugleich von Einsparmöglichkeiten profitieren.
Das Integrierte Energie- und Klimaprogramm ist eine Kombination aus Fördermaßnahmen, ökonomischen Instrumenten und Ordnungsrecht. Verbraucher müssen sich auf die neuen Vorgaben einstellen. Sie profitieren zugleich von den erheblichen Einsparmöglichkeiten, die die Maßnahmen mit sich bringen können.
Gebäudebereich:
- Wer neu baut, muss jetzt aufgrund der verschärften Energiesparverordnung und des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes mit einer verbesserten Dämmung und einem Anteil der erneuerbaren Wärmeerzeugung (z.B. Solarthermieanlage) bauen. Diese Maßnahmen sind insgesamt wirtschaftlich, die Amortisationszeiten liegen deutlich unter der Lebensdauer der Anlagen.
- Wer ein Haus energetisch saniert, erhält umfangreiche Förderungen durch das CO2 -Gebäudesanierungsprogramm . Jeder, der sein Dach dämmen will oder die Fenster austauscht, kann einen Zuschuss oder einen zinsverbilligten Kredit beantragen. Insgesamt stehen für die energetische Gebäudesanierung 1,4 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung.
- Wer ein Haus über die Pflichtmenge hinaus mit erneuerbarer Wärme ausstatten will, erhält Förderungen durch das Marktanreizprogramm . Gefördert werden thermische Solaranlagen, Biomasseheizkessel und Wärmepumpen mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen.
- Der Bund stellt zudem Zuschüsse für die energetische Sanierung von Schulen und Kindergärten bereit (200 Millionen Euro).
Stromkosten:
- Auf EU-Ebene sollen effiziente Gerätestandards durchgesetzt werden. So sollen z. B. neue Geräte im Stand-by nur noch maximal 1 Watt verbrauchen dürfen. Das spart Geld beim Stromverbrauch.
- Durch die EEG-Novelle erhöht sich die EEG-Umlage auf den Strompreis leicht. Nach geltendem Recht wäre sie bis Jahr 2015 auf ein Maximum von etwa 1,4 ct/kWh angestiegen, danach soll sie wieder sinken. Durch die jetzt beschlossene Novelle, die den Offshore-Windstrom besser vergütet, wird ein Wert von ca. 1,5 Cent/kWh im Jahr 2015 erwartet. Dies bedeutet für einen 3-Personen-Haushalt im Jahr 2015 etwa 4,40 Euro pro Monat (derzeit ca. 2,20 Euro pro Monat).
- Die Liberalisierung des Messwesens beim Strom bedeutet, dass die Endverbraucher wählen können, wer ihre Stromzähler betreibt und abliest – und es können Zähler eingebaut werden, die je nach Stromnachfrage und Uhrzeit unterschiedliche Tarife abrechnen. Wer Wasch- und Spülmaschine dann anschaltet, wenn Strom günstig ist, spart bares Geld.
Verkehr:
- Die aufkommensneutrale Umstellung der Kfz-Steuer belohnt sparsame Autos. Wer ein sparsames Auto kauft, zahlt weniger Kfz-Steuer.
- Die geplante Verbrauchskennzeichnungsverordnung für Pkw sorgt dafür, dass beim Autokauf gleich gesehen werden kann, ob der Wagen effizient ist und welche Kosten er für Sprit und Kfz-Steuer verursacht. Der sparsame Autokauf wird so leichter.









