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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Aktueller Wertungsstatus

Energieverbrauch der deutschen Haushalte

Heizung
Fast 90 Prozent des Endenergieverbrauchs in Haushalten entfiel 2009 auf Raumheizung und Warmwasserbereitstellung. ©.marqs/photocase.com

Die privaten Haushalte haben 2009 fast 30 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs bestritten und damit sogar mehr Energie verbraucht als in der Industrieproduktion zum Einsatz kam. Nahezu 90 Prozent davon wurden für Heizzwecke (Raumwärme/Warmwasser) aufgebracht.

Die Energiebilanz der privaten Haushalte im Jahr 2009 wies unterm Strich einen Energieverbrauch von 2.497 Petajoule (PJ) aus – ohne Pkw-Nutzung. Ein Blick auf die Energieträger zeigt: Erdgas mit 1.012 PJ, Heizöl mit 560 PJ und Fernwärme mit 159 PJ leisteten den größten Beitrag zur Energieversorgung, speziell der Wärmeversorgung privater Haushalte. Strom mit 501 PJ – insbesondere für den Betrieb von Waschmaschine, Fernseher, Lampe & Co. – folgt mit einigem Abstand. Erneuerbare Energien in Form von Scheitholz, Holzbriketts, Hackschnitzel oder Pellets trugen mit 225 PJ zum Endenergieverbrauch bei.

Wird Mobilität in die Bilanz mit aufgenommen, erhöht sich der Energieverbrauch der Privaten noch: Die private Pkw-Nutzung, die mit etwa 40 Prozent zum Energiebedarf der deutschen Haushalte beiträgt, schlug mit ca. 1.600 PJ zu Buche, so dass ein Gesamtverbrauch von rund 4.100 PJ resultiert.

Insgesamt hat sich der Endenergieverbrauch über einen Zehnjahreszeitraum zwischen 1999 und 2009 kaum verändert. Allerdings war er innerhalb dieses Zeitraums Schwankungen und einer Veränderung der Verbrauchsstruktur hinsichtlich der Energieträger unterworfen.

So sank beispielsweise die Energienachfrage nach Heizöl, Erdgas und Fernwärme durch verbesserte Wärmedämmung und Heiztechnik sowie Einsparungen der Haushalte infolge gestiegener Heizkosten. Dies führte trotz einer steigenden Zahl von Haushalten und gestiegener Wohnfläche zu einem stark rückläufigen Verbrauch pro Quadratmeter.
Andererseits wirkten diesem Effekt Verbrauchssteigerungen für Strom und sonstige Energieträger entgegen. Sie rühren daher, dass die Anzahl der Haushalte, insbesondere der Single-Haushalte, steigt und sich auch die Geräteausstattung verbessert. Letzeres ist besonders am Beispiel Unterhaltungselektronik erkennbar: Die Nachfrage nach größeren, leistungsstärkeren und damit verbrauchsintensiveren Fernsehgeräten, Computern oder Spielkonsolen steigt. Die Folge: Der Strombedarf erhöht sich.


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