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Energiespar-Contracting

- Beim Energiespar-Contracting werden alle Maßnahmen aus der realisierten Energiekosteneinsparung finanziert.
Das Energiespar-Contracting ist ein wichtiges und erprobtes Modell zur Energieeffizienzsteigerung von Immobilien. Es ermöglicht große Einsparungen – auch ohne eigene zusätzliche Investitionen. Ein Dienstleister, der so genannte Contractor, plant, finanziert und realisiert beim Energiespar-Contracting Maßnahmen zur Energieverbrauchsreduzierung beim Kunden.
Energiespar-Contracting beinhaltet die Übernahme einzelner, mehrerer oder aller Maßnahmen der Energiebewirtschaftung (Wärme, Kälte, Strom, Beleuchtung etc.) von Gebäuden und/oder Anlagen durch den Contractor . Ziel ist die Energie(kosten)einsparung. Der Contractor übernimmt neben der Planung und Umsetzung auch die Wartung und Instandhaltung der neu eingebauten Bauteile und Anlagen sowie das kontinuierliche Energiecontrolling für das Gebäude. Die installierte Technik geht mit der Abnahme sofort in das Eigentum des Kunden über. Die Energieeffizienzmaßnahmen refinanziert der Contractor durch eine Beteiligung an den eingesparten Energiekosten.
Maßnahmen im Energiespar-Contracting
Die einzelnen Maßnahmen werden im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für das Gebäude entwickelt und individuell angepasst. Die Maßnahmen liegen zumeist im Bereich der Anlagentechnik. Contractoren sind darauf spezialisiert, Anlagen mit viel Know-how und Erfahrung zu optimieren. So können mit Contracting z. B. unwirtschaftliche Heizungs- und Lüftungsanlagen, ineffiziente Beleuchtung und fehlende Regelungstechnik in Schulen, Rathäusern oder Sporthallen modernisiert werden. Da sich die Maßnahmen über die Vertragslaufzeit von etwa sieben bis zwölf Jahren refinanzieren müssen, werden sie nur bei besonders hoher Wirtschaftlichkeit umgesetzt.
Geeignete Gebäude für Energiespar-Contracting
Für Energiespar-Contracting sind größere Gebäudekomplexe oder Liegenschaften wie etwa Schulen und Verwaltungsgebäude besser geeignet als beispielsweise einzelne Kindertagesstätten. Eine gewisse Größe und ein relevantes Einsparpotenzial sind notwendig. Erster Anhaltspunkt sind die Energiekosten des Gebäudes. Besonders gut geeignet sind Gebäude mit Energiekosten ab etwa 200.000 Euro pro Jahr. Aber auch kleinere Gebäudeanlagen oder Liegenschaften können für Energiespar-Contracting in Frage kommen. Für eine Ausschreibung kleinerer Liegenschaften können sogenannte „Pools“ aus mehreren Gebäuden oder Liegenschaften gebildet werden, um attraktive Angebote von Contractoren zu erhalten. Auch die Zusammenarbeit mehrerer kleiner Kommunen im Rahmen eines interkommunalen Energiespar-Contractings ist möglich. Hilfreich, um das Projekt für beide Seiten attraktiv zu gestalten, kann auch die finanzielle Beteiligung des Auftraggebers an den Kosten sein, z. B. in Form eines Baukostenzuschusses.








