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letzte Änderung: 16.05.2013 

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Wind

Windenergieanlagen
Windenergieanlagen nutzen die kinetische Energie des Windes zur Stromerzeugung.

Wind entsteht aus dem Temperaturgefälle zwischen warmer und kalter Luft, zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten. Windenergieanlagen nutzen die kinetische Energie des Windes zur Stromerzeugung. Dazu benötigen sie Standorte mit ergiebigen Windstärken.

„Hochs“ und „Tiefs“, Gebiete unterschiedlichen Luftdrucks und Temperatur, entstehen durch die Sonneneinstrahlung, die je nach geographischer Breite unterschiedlich stark ist – am Äquator also beispielsweise weitaus intensiver als in den Polargebieten. Landflächen erwärmen sich tagsüber stärker und kühlen nachts schneller aus als Wasserflächen. Über stark erwärmten Regionen steigt die Luft auf, sodass Tiefdruckgebiete entstehen. In kühleren Regionen dagegen bilden sich Hochdruckgebiete. Als Ausgleich zwischen Tief- und Hochdruckgebieten entsteht Wind.

Ein entscheidender Faktor für die Nutzung der Windenergie ist die Windgeschwindigkeit. Sie hängt stark von der geografischen Lage ab. Stellen sich dem Wind keine Hindernisse entgegen, erreicht er über Wasserflächen und Tiefebenen höhere Geschwindigkeiten als im Binnenland.

Ein weiterer Einflussfaktor ist die sogenannte Geländerauhigkeit. Der Wind folgt in seinem Strömungsverhalten der Erdoberfläche: Hügel, Berge, Bauten und Wälder bewirken ein Aufsteigen des Windes. Hinter derartigen Hindernissen entstehen für Windenergieanlagen ungünstige Luftturbulenzen und Schwachwindgebiete.

In Deutschland beträgt die durchschnittliche Windgeschwindigkeit, die standardmäßig in 10 m Höhe gemessen wird, an der Nordseeküste 6 m/s. In Oberstdorf im Oberallgäu wird nur 1 m/s gemessen– gerade einmal 3,6 km/h.

Gute Windgebiete finden sich an der Nord- und Ostseeküste, in den Küstentiefebenen und exponierten Lagen der deutschen Mittelgebirge. Die Windgeschwindigkeit nimmt mit steigender Höhe zu. An der Nordseeküste steigt die durchschnittliche Windgeschwindigkeit beispielsweise von 6 m/s in 10 Metern Höhe auf knapp 7 m/s in 30 Metern Höhe. Vor der Errichtung einer Windenergieanlage ist daher ein Windgutachten über die konkreten Bedingungen am geplanten Standort unverzichtbar.

Die besonders vorteilhaften Bedingungen auf dem Meer – ergiebiger Wind mit hohen Geschwindigkeiten und ausreichend Platz – nutzen Offshore-Windkraftanlagen die in einigem Abstand zur Küste errichtet werden. Wichtige deutsche Windparkprojekte  befinden sich vor Borkum und bei Amrum. Zahlreiche Windparks  stehen auch in Großbritannien, Dänemark und den Niederlanden.


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