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Repowering

- Der Ersatz älterer, leistungsschwacher Windenergieanlagen durch leistungsstarke Neuentwicklungen bringt viele Vorteile mit sich.
Der Ausbau der Windenergienutzung kann - neben der Erschließung neuer Standorte an Land oder zu Wasser - zusätzlich durch den Ersatz alter, kleiner Windenergieanlagen durch moderne und leistungsstärkere erfolgen. Ziel des Repowering ist eine optimierte Ausnutzung der verfügbaren Standorte durch Erhöhung der installierten Leistung.
Vorteile des Repowering
Der Ersatz älterer, leistungsschwacher Windenergieanlagen durch leistungsstarke Neuentwicklungen bringt viele Vorteile mit sich. Die Energieeffizienz der Anlagen wird gesteigert und ihr Energieertrag dadurch erhöht. Die reduzierte Anzahl der Windenergieanlagen wirkt sich in geringerem Maße auf das Landschaftsbild aus und bietet zugleich Vorteile bei der Wartung. Weiterhin laufen moderne Windkraftanlagen mit geringeren Drehzahlen, somit ruhiger als ihre Vorgänger, was viele als angenehmer für das Auge empfinden. Verbesserte Anlageneigenschaften sorgen für eine bessere Netzintegration der erzeugten Elektrizität und reduzieren zusätzlich u.a. durch einen leiseren Lauf negative Umwelteinwirkungen auf Mensch und Natur.
Anreize zum Repowering wurden mit dem novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz verstärkt gesetzt. Repowering-Anlagen erhalten eine Anfangsvergütung von 9,7 ct/kWh, die sich 2012 um 0,5 Cent pro Kilowattstunde erhöhte. Auf Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wurde 2009 ein Repowering-Leitfaden erarbeitet, der den Kommunen und Gemeinden eine bestmögliche Unterstützung für die Entwicklung und Verwirklichung kommunaler Repowering-Strategien bietet.
Repowering- Potenzial in Deutschland
2010 stammten 12 Prozent der in Deutschland neu installiertenWindenergieleistung aus dem Repowering älterer Windenergieanlagen (WEA). Insgesamt wurden 116 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 55 Megawatt durch 80 moderne WEAs ersetzt (Gesamtleistung: 183 MW).
Im Jahr 2012 werden in Deutschland 9.359 Anlagen das Alter von mindestens 12 Jahren erreicht haben. Sie stehen vor allem an windstarken norddeutschen Küstenstandorten und bieten ein großes Potenzial für das Repowering. Ein bereits umgesetztes Repowering- Projekt befindet sich beispielsweise im nordfriesischen Galmsbüll. Dort wurden zwischen 2007 und 2009 38 Windenergieanlagen, mit einem Durchschnittsalter von 14 Jahren und einer Leistung von je 200 bis 500 Kilowatt (insgesamt: 12,4 Megawatt), abgebaut und durch 21 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 60 Megawatt ersetzt. Bei einer Steigerung der Leistung um das Ffünffache wurde gleichzeitig die Anlagenzahl auf fast die Hälfte reduziert. Die neuen Anlagen sollen Strom für ca. 165.000 Haushalte liefern. Bei dem "Bürgerwindpark Galmsbüll" handelt es sich um einen Zusammenschluss von Altbetreibern und einer Beteiligung von Bürgern aus der Gemeinde.








