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Offshore-Windenergie-Projekte in Deutschland

- Für den Ausbau der erneuerbaren Energien spielt die Offshore-Windenergie eine wichtige Rolle. Quelle: Vestas
Die Bundesregierung will die Voraussetzungen schaffen, um die Offshore-Windleistung bis 2030 auf die angestrebten 25 Gigawatt (GW) auszubauen. Insgesamt sollen etwa 75 Mrd. Euro investiert werden. Zurzeit sind in der Nord- und Ostsee bereits 26 Windparks genehmigt, 62 im Genehmigungsverfahren und 5 Anlagen in Betrieb.
Im aktuellen Konzept der Bundesregierung soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bis 2020 auf 25 bis 30 Prozent ausgebaut werden. Für den Ausbau der spielt u. a. die Offshore-Windenergie eine zentrale Rolle. Große Windsicherheit und hohe durchschnittliche Windgeschwindigkeiten machen Offshore-Standorte attraktiv. Die "Strategie für die Entwicklung der Windenergienutzung im Meer" berücksichtigt auch die Naturschutzinteressen und andere Meeresnutzungen.
Bedingungen für Offshore verbessert
Die Windbranche in Deutschland bereitet den Einstieg in die Offshore-Windenergie mit leistungsstarken Windparks auf dem Meer vor. Anlagenhersteller, Projektentwickler und Hafenstädte arbeiten bereits an konkreten Projekten. Ein großer Anteil der Projektkosten entfällt auf die Netzanbindung. Dieser Kostenanteil macht fast ein Drittel der gesamten Projektkosten aus. Um die ersten Windparkbauer zu entlasten, verabschiedete der Bundestag Ende 2006 das Infrastrukturplanungsbeschleunigungsgesetz. Es verpflichtet die Netzbetreiber, die Kosten für die Netzanbindung der ersten Offshore-Windparks zu tragen, die bis 2015 mit dem Bau beginnen.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland wurden auch mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verbessert, das eine deutliche Erhöhung der Vergütung für Strom aus Offshore-Windenergie vorsieht. Für Windenergieanlagen im Meer, d.h. für solche Anlagen, die mindestens drei Seemeilen seewärts der Küstenlinie errichtet werden, sieht das novellierte EEG zwölf Jahre lang eine Vergütung des Stroms in Höhe von 13 Cent pro kWh vor. Dazu müssen die Anlagen vor Ende 2015 in Betrieb genommen werden. Die zwölfjährige Anfangsvergütungsfrist erhöht sich für weit von der Küstenlinie entfernte und in großer Wassertiefe errichtete Anlagen: Für jede über zwölf Seemeilen hinausgehende Entfernung verlängert sich der Zeitraum um 0,5 Monate und für jeden zusätzlichen Meter Wassertiefe um 1,7 Monate.
Testfeld Alpha Ventus
Deutschlands erster Offshore-Windpark, das Testfeld „Alpha Ventus“, speist seit Herbst 2009 Energie in das Stromnetz ein. Zwölf Anlagen der 5-Megawatt- Klasse wurden 45 Kilometer nördlich von Borkum errichtet. Somit liefert der Windpark eine Gesamtleistung von 60 Megawatt.
Begleitet wird das Projekt von der Forschungsinitiative RAVE (Research At Alpha Ventus), um eine breite Basis an Erfahrungen und Erkenntnissen für den Bau und den Betrieb zukünftiger Offshore-Windparks zu gewinnen. RAVE wird vom Bundesumweltministerium gefördert und umfasst wissenschaftliche Aktivitäten der Anlagenhersteller und die Tätigkeit einer Vielzahl von Forschungsinstituten. Insgesamt wird das Bundesumweltministerium für die Erforschung und Weiterentwicklung der Windenergienutzung auf See rund 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen.
Offshore-Windpark Baltic 1
Am 2. Mai 2011 ging der erste rein kommerzielle Offshore-Windpark in Deutschland, Baltic 1, ans Netz. Die 21 Windräder befinden sich in der Ostsee, 16 Kilometer vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Der Park soll mit einer Leistung von fast 50 Megawatt Strom für rund 50.000 Haushalte liefern.









