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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Kleinwindanlagen

Windkraftanlage
In netzfernen Regionen ist ein Einsatz von Kleinwindanlagen in einem sogenannten Inselnetz denkbar. © Bundesverband WindEnergie e.V.

Windkraft trägt unter den erneuerbaren Energien mit 6 Prozent  den größten Anteil zur Bruttostromerzeugung in Deutschland bei. Der Windenergiemarkt wächst stetig. Immer leistungsstärkere Anlagen ernten auf immer höheren Türmen immer mehr Strom. Nicht zu vernachlässigen sind jedoch auch kleine Windenergieanlagen.

Als Kleinwindanlagen werden in der Regel Anlagen mit bis zu 100 Kilowatt (kW) bezeichnet. Die Höhe des Turms ist dabei auf maximal 20 m beschränkt. Für den Hausgebrauch kommt jedoch üblicherweise eine Anlage mit mehr als 30 kW nicht in Frage. Die Leistung von derzeit marktgängigen Anlagen liegt in einem Bereich von 5 bis 10 Kilowatt.

Speziell in kühlen, windigen Landstrichen können Kleinwindanlagen eine Alternative oder auch Ergänzung zur Solaranlage darstellen. In netzfernen Regionen ist ein Einsatz in einem sogenannten Inselnetz denkbar. In Kombination mit anderen Energiequellen (Photovoltaik, Wasserkraft etc.), als sogenannte Hybridsysteme, können kleine Windkraftanlagen einen Teil der Stromversorgung übernehmen. Derartige Insellösungen sind vor allem bei der Elektrifizierung abgelegener Gebiete in Ländern mit schlecht ausgebauten Stromnetzen von großer Bedeutung.

2009 wurden weltweit etwa 21.000 Kleinwindanlagen neu installiert, was einer Gesamtleistung von 42,5 MW entspricht. Der Großteil dieser Anlagen befindet sich in den USA. Doch auch in Deutschland wächst das Interesse an der kleinen Windenergieanlage (kWEA). Sowohl private als auch gewerbliche Verbraucher interessieren sich zunehmend für Kleinwindanlagen zur anteiligen Deckung ihres Energieverbrauchs. Jedoch fehlen bisweilen angemessene rechtlich-wirtschaftliche Rahmenbedingungen für diesen neuen Trend.

Wer in Deutschland eine Kleinwindanlage plant, stößt auf eine Reihe von Herausforderungen. Es gibt keine einheitliche Genehmigungsregelung in den Bundesländern. Auch mangelt es an einheitlichen Qualitätsstandards der Anlagen.

Um die Voraussetzungen für eine Verbreitung kleiner Windenergieanlagen zu verbessern, gründete sich 2009 der „Bundesverband Kleinwindanlagen “. Er besteht aus einer Gruppe von Herstellern und Betreibern von Kleinwindanlagen und hat das Ziel, einheitliche, politische Bedingungen zu schaffen.


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