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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Offshore Forschungsplattform FINO 1

Offshore-Forschungsplattform FINO 1
Zur Vorbereitung der Offshore-Windenergienutzung wurde 2003 in der Nordsee die Forschungsplattform FINO 1 in Betrieb genommen. Copyright: BMU / Christoph Edelhoff

In Zukunft werden Windenergie-Anlagen nicht nur an Land (Onshore), sondern zunehmend auch in der offenen See (Offshore) errichtet werden, um die dort vorherrschenden guten Windverhältnisse zu nutzen. Zur Vorbereitung der Offshore-Windenergienutzung wurde 2003 in der Nordsee etwa 45 km nördlich der Insel Borkum die Forschungsplattform FINO 1 in Betrieb genommen.

Seit Sept. 2003 werden von dieser systematisch Daten zu den meteorologischen, ozeanographischen und biologischen Verhältnissen in der Deutschen Bucht sowie zur Strukturdynamik gesammelt. Die Messungen und die Datenübertragung auf FINO 1 erfolgen automatisch bzw. werden von Land aus ferngesteuert.

Zur Wartung ist die Plattform per Hubschrauber oder Schiff zu erreichen. Windenergieanlagenhersteller, Planer und Betreiber benötigen repräsentative Daten über mehrere Jahre für Auslegung und Betrieb der Anlagen. Im Mittelpunkt stehen Untersuchungen zu den Windverhältnissen in der Nordsee, dem Seegang, dem Zusammenspiel von Wind und Wellen, den Unterwasserkonstruktionen sowie der Materialbeständigkeit und Anlagenzuverlässigkeit in salzhaltiger Luft.

Die Erarbeitung von technischen Regeln für Offshore-Windenergieanlagen ist eine wichtige Voraussetzung für die Zertifizierung von Projekten und für Aussagen zur Wirtschaftlichkeit. Die Germanischer Lloyd Wind-Energie GmbH (GL Wind) verwendet die FINO-Daten, um die vorliegende Richtlinie für die Zertifizierung von Offshore-Windenergieanlagen zu verifizieren und zu erweitern.

Die auf FINO 1 gesammelten Daten werden auch benötigt, um bei der Planung und Genehmigung von Offshore-Windparks die negativen Auswirkungen auf das Ökosystem Nordsee zu untersuchen und Maßnahmen zu ihrer Minimierung oder Vermeidung zu identifizieren. Bei der ökologischen Begleitforschung geht es um die Auswirkungen von Offshore-Windparks auf die Tier- und Pflanzenwelt, wie z. B. Meeressäuger, See- und Zugvögel, und die unbeabsichtigte Ansiedlung standortfremder Arten.

FINO 1 stellt die weltweit vollständigste Offshore-Windmessung bis zu einer Höhe von 100 m dar und ist zentraler Bestandteil der Offshore-Strategie der Bundesregierung. Das Projekt wird im Rahmen der Energieforschung der Bundesregierung gefördert.


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