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letzte Änderung: 16.05.2013 

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Standorte für Windenergieanlagen

Windenergieanlagen
Je stärker und konstanter der Wind weht, desto geeigneter ist ein Ort als Standort für eine Windenergieanlage.

Je stärker und konstanter der Wind an einem Ort weht, desto geeigneter ist er als Standort für eine Windenergieanlage. Häufig sind jedoch andere Faktoren zu bedenken: Die vorhandene Infrastruktur (Stromnetz, Straßen) oder ungünstige klimatische Bedingungen, wie extreme Kälte, können eine an sich vorteilhafte Lage schnell entwerten.

Um den günstigsten Ort für eine Windenergieanlage zu finden, sollte vorher ein Standortgutachten eingeholt werden. Für Küstengebiete und flaches Gelände können derartige Gutachten aus den bereits bekannten Durchschnittsdaten errechnet werden. Dazu werden die Windmessungen von Wetterämtern in der Nähe verwendet oder es wird auf Windatlanten zurückgegriffen.

Lokale Hindernisse wie Häuser, Bäume und Erdwälle können Geschwindigkeit und Richtung des Windes stark verändern. Der Abstand der Windkraftanlage zu einem Hindernis sollte mindestens 15- bis 20-mal so groß sein wie seine Höhe. Alternativ muss die Windenergieanlage höher als das Hindernis sein.

Für Standorte im Binnenland ist die rein rechnerische Bestimmung der Windgeschwindigkeit in der Regel zu ungenau, da diese Methode den Einfluss von Hügeln und rauem Gelände kaum erfasst. Hier hilft zur Bestimmung des Windangebotes nur die direkte Messung am Standort. Die ermittelten Werte werden dann mit Wetterdaten von nahegelegenen Messstationen oder aus Windatlanten verglichen und auf ein typisches Windjahr umgerechnet.

Da raues – beispielsweise hügeliges oder bewaldetes - Gelände den Wind bremst, ist die Windgeschwindigkeit umso höher, je weiter über dem Boden gemessen wird. Zur richtigen Erfassung des für die Energienutzung wirksamen Winds ist es wichtig, in Nabenhöhe der geplanten Anlage zu messen.

Offshore  - Windenergieanlagen, die in einiger Entfernung zur Küste stehen, nutzen die deutlich besseren Wind- und Platzverhältnisse auf dem Meer zur Energiegewinnung. In Deutschland wird üblicherweise ein Abstand von gut 30 km zur Küste gewählt (Nordsee: 30  bis  90 km, Ostsee: 15 bis 35 km), um die Natur zu schonen und andere Nutzungen der Küstengewässer,  wie die Schifffahrt oder auch militärische Übungen nicht zu beeinträchtigen. Ausländische Projekte sammelten auch bereits Erfahrungen mit küstennäheren Anlagen.

Die Offshore-Windenergie liefert gute Erträge. Es bestehen gute Aussichten, dass sie in den nächsten Jahren einen entscheidenden Beitrag zu einer zukunftsfähigen Energiegewinnung und CO2 -Reduktion leisten wird. Da die fest installierten Offshore-Windparks in das jeweilige Meeresgebiet eingreifen, werden in diesem Zusammenhang Fragen des Umwelt- und Naturschutzes diskutiert. Die Befürchtung, die Anlagen könnten zu einer schwerwiegenden Bedrohung für Vögel werden, hat sich bislang nicht bewahrheitet, da die Tiere ihr Verhalten anpassen. Bisherige Untersuchungsergebnisse deuten an, dass Windenergieanlagen sowohl an Land als auch Offshore ähnliche Auswirkungen auf die Vogelwelt haben: Rastvögel halten vorübergehend Distanz, Zugvögel umfliegen die Anlagen. 


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