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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Entwicklungen am Windenergieanlagenmarkt

Windenergieanlage
Windenergieanlagen werden mit immer größeren Nennleistungen gebaut. © m.vial / photocase.com

Im Energiemix der Zukunft spielt Windenergie eine zentrale Rolle. Der Windenergieanlagenmarkt unterliegt einer dynamischen Entwicklung. Sowohl Nennleistung als auch Höhe der Anlagen nehmen stetig zu. Immer mehr Offshore– Anlagen gehen in Betrieb.

Die Leistungsfähigkeit von Windenergieanlagen steigt stetig. Die größten Anlagen erreichen inzwischen eine Nennleistung  von 5 Megawatt (MW). Die meisten Anlagen dieser Leistungsklasse sind für den Offshore-Einsatz konstruiert, im Gegensatz zur E-126 des deutschen Herstellers Enercon, der sich auf die Produktion von Anlagen für den Einsatz an Land spezialisiert hat. Die E-126 ist mit 7,5 MW derzeit die leistungsstärkste Windkraftanlage der Welt. Allerdings befindet sich das Modell noch am Anfang ihres Lebenszyklus und wird erst vereinzelt eingesetzt.

Auch die Windenergieanlagen mittlerer Größe werden leistungsstärker. Viele Hersteller ersetzen Anlagen der 2-MW-Klasse durch Modelle der 3-MW-Klasse. Nachfolgemodelle für Anlagen des 1-MW-Bereichs haben eine Nennleistung von 2 MW und mehr.

Da generell die Windstärke  mit der Höhe steigt, sind höhere Anlagen effizienter als niedrigere gleicher Nennleistung. Daher errichtete der Mittelständler Fuhrländer im brandenburgischen Laasow eine Anlage mit 160 m Nabenhöhe und einer Gesamthöhe von 205 m. Der Turm  wurde in Gitterbauweise ausgeführt. Das Unternehmen spricht von einer um 25-30 Prozent höheren Leistung als bei gleich großen Anlagen auf niedrigeren Türmen. Dies ist zur Zeit die höchste Anlage weltweit.

Auch die üblichen Beton- und Stahltürme in Hohlbauweise werden immer höher gebaut: Mit der Leistungsfähigkeit steigt der Rotordurchmesser der Anlagen und damit auch die notwendige Höhe der Masten. Für die E-126 errichtete Enercon 135 m hohe Betonfertigteiltürme.

Nicht nur die Anlagen ändern sich, sondern auch die Märkte . China ist mit einer installierten Gesamtleistung von etwa 42.000 MW Windenergieweltmeister. Deutschland war 2010, mit einer Gesamtkapazität von 27.215 MW, hinter den USA nur noch auf dem dritten Rang.

Die Windenergieerzeugung auf dem Meer  nimmt international stetig zu. In Deutschland wird Offshore-Windenergie durch die Novelle des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)  seit dem 1.1.2009 stärker gefördert, als an Land erzeugte Onshore-Windenergie. Dementsprechend investieren die Energieunternehmen in den Aufbau der Winderzeugung auf See. Gerade in Deutschland, wo die Anlagen in relativ tiefen, uferfernen Seegebieten errichtet werden sollen, steht die Industrie vor großen Herausforderungen. Schon die Fundierung der Anlagen ist nicht einfach - sie muss extremen Kräften standhalten, die Wind und Meer auf die Anlagen ausüben.

Seit Herbst 2009 speist Deutschlands erster Offshore-Windpark „Alpha Ventus “, der aus zwölf Anlagen der 5 MW-Klasse besteht, Energie ins Stromnetz ein. Das Investitionsvolumendieses Projekts lag bei 250 Mio. Euro. Die Anlagen wurden 45 km von Borkum entfernt in 30 m tiefem Wasser errichtet.
Seit dem 2. Mai 2011 ist der erste rein kommerzielle Offshore-Windpark in Deutschland am Netz. Baltic 1  soll mit einer Leitung von knapp 50 Megawatt Strom für rund 50 000 Haushalte erzeugen. 26 weitere Windparks sind in Nord- und Ostsee genehmigt , zahlreiche in einem frühen Planungsstadium. Bis 2030 sollen 25.000 MW Energie von deutschen Offshore-Windenergieanlagen erzeugt werden.


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