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letzte Änderung: 13.04.2014 

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Speicherkraftwerke

Stromleitungen
Mithilfe von Speicherkraftwerken können Verbrauchsspitzen im Stromnetz ausgeglichen werden.

In Speicherkraftwerken wird Wasser über einen bestimmten Zeitraum gespeichert, um bei Bedarf Energie zu erzeugen. Speicherkraftwerke können sowohl zur Deckung der elektrischen Grundlast als auch im Spitzenlastbetrieb eingesetzt werden.

Das elektrische Stromnetz kann keine elektrische Energie speichern. Daher müssen der Verbrauch und die Energieerzeugung in Kraftwerken immer im Gleichgewicht sein.

Durch Abweichungen vom Gleichgewichtszustand kommt es zu Netzstörungen und im Extremfall zu einem Netzzusammenbruch (Black Out). Auf Verbrauchsschwankungen muss entsprechend schnell reagiert werden können.

Bei kurzzeitigen hohen Verbrauchsspitzen dienen Speicherkraftwerke (darunter auch Pumpspeicherkraftwerke ) zur äußerst schnellen Leistungsbereitstellung (Spitzenlastbetrieb). Ein Pumpspeicherkraftwerk unterscheidet sich vom Speicherkraftwerk insofern, dass es zu verbrauchsschwachen Zeiten zusätzlich aktiv Wasser in den Speicher pumpen kann. Reine Speicherkraftwerke sind auf den natürlichen Wasserzufluss und dessen Aufstauung angewiesen.

Speicherkraftwerke nutzen das hohe Gefälle und die Speicherkapazität von Talsperren  und Bergseen zur Stromerzeugung. Beim Talsperren-Kraftwerk befinden sich die Turbinen am Fuß der Staumauer. Beim Bergspeicherkraftwerk wird ein in der Höhe liegender See über Druckrohrleitungen mit der im Tal liegenden Kraftwerksanlage verbunden.

Die Leistung des Speicherkraftwerks steht bei Bedarf, ebenso wie beim Pumpspeicherkraftwerk, innerhalb von Minuten zur Verfügung und kann in einem weiten Bereich flexibel geregelt werden. Sie sind in der Lage, den Ausfall anderer Stromerzeuger kurzfristig zu überbrücken.


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