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letzte Änderung: 13.04.2014 

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Solar unterstützte Nahwärme

Solaranlagen in Wohnsiedlung
Mit solar unterstützter Nahwärme kann der fossile Brennstoffbedarf reduziert werden. © Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES/Fotoautor: Genossenschaft Hofgarten, Hofwiesenstr. 58, 8050 Zürich

Solar unterstützte Nahwärmesysteme  dienen zur Wärmeversorgung mehrerer Gebäude von einer zentralen Heizzentrale aus. Die gelieferte Wärme wird dabei in den Gebäuden sowohl zur Raumheizung als auch zur Trinkwassererwärmung genutzt. Solare Nahwärmesysteme sind somit immer Kombianlagen.

Herkömmliche Kombianlagen für Einzelgebäude nutzen fast ausschließlich einen Kurzzeit-Wärmespeicher, der die Wärme nur für wenige Stunden oder Tage speichert. Mit einem Kurzzeitspeicher kann der jährliche Wärmebedarf bis zu 30 Prozent durch Solarthermie gedeckt werden.

Soll ein höherer Anteil der Gebäudewärme solarthermisch gedeckt werden, d. h. auch ein großer Teil der im Winter benötigten Raumwärme, ist der Einsatz von saisonalen Wärmespeichern nötig. Diese Langzeit-Wärmespeicher ermöglichen es, einen Teil der im Sommer erzeugten Wärme bis in den Winter zu speichern. Bisher werden in solaren Nahwärmesystemen nur Kurzzeitspeicher eingesetzt, da sich saisonale Großspeicher noch in der Entwicklung befinden. Mit dem Programm Solarthermie2000plus des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wird die Forschung und Entwicklung solar unterstützter Nahwärmesysteme gefördert.

In der zukünftigen Wärmeversorgung spielt die solare Nahwärme eine bedeutende Rolle. So könnten größere Siedlungsbereiche in Zukunft ausschließlich über Nahwärmesysteme CO2 -neutral wärmeversorgt werden.


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