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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Kombianlagen

Solaranlagen in Wohnsiedlung
Größer dimensionierte Solaranlagen können auch einen Teil des Heizwärmebedarfs decken. © Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES/Fotoautor: Raimund Hächler, Masanserstr. 62, 7000 Chur

Solarthermie-Anlagen, die sowohl der Warmwasserbereitung als auch der Heizungsunterstützung dienen, bezeichnet man als Kombianlagen. Die Kollektorfläche und der Speicher werden hierzu größer ausgelegt.

Größer dimensionierte Solaranlagen können auch einen Teil des Heizwärmebedarfs der Räume abdecken. Das Einsparpotenzial liegt dann, je nach Dämmstandard des Gebäudes, bei bis zu 20 Prozent des gesamten Heizenergiebedarfs. Besonders in der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst kann eine solche Anlage einen deutlichen Beitrag leisten.

Der wesentliche Unterschied zur Trinkwasser-Solaranlage besteht im Speicher: Er wird zusätzlich an das Heizungssystem angeschlossen. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Systeme zur Heizungsunterstützung: Entweder wird das kalte Wasser, das von den Heizkörpern zurückkommt, solar vorgewärmt und dann vom Heizkessel auf Solltemperatur gebracht oder die Solarenergie wird in einen großen Speicher "geladen", der im oberen Teil auf Solltemperatur gehalten wird.

In Kombianlagen mit (bei Ein- und Zweifamilienhäusern üblichen) Kurzzeitspeichern kann die Wärme einige Tage vorgehalten werden. Saisonale Langzeitspeicher können die Wärme bis zu einem Jahr speichern. Für ein Einfamilienhaus mit vier Personen muss man mindestens 9 m² Kollektorfläche für eine Kombianlage einplanen. Kombianlagen eignen sich besonders für gut gedämmte Gebäude mit niedrigem Heizenergiebedarf. Vor der Installation ist eine energetische Sanierung oder Optimierung des Gebäudes sinnvoll.

 


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