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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Kosten und Einnahmen einer PV-Anlage

Montage einer Solaranlage
Bei steigender Anlagenleistung sinken die Investitionskosten für eine PV-Anlage. ©iStockphoto.com/denaGebaeude

Derzeit werden Preise von durchschnittlich etwa 4.000 Euro pro kWpeak Leistung (entspricht ca. 10 m² Fläche) inklusive Installation und Mehrwertsteuer genannt. Bei steigender Anlagenleistung sinken die Investitionskosten pro kWpeak jedoch erheblich.

Einnahmen

Eine netzgekoppelte PV-Anlage  speist ihren Strom in das öffentliche Stromnetz ein. Dieser wird vom Netzbetreiber nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz  (EEG) vergütet. Für den erzeugten Strom wird eine über 20 Jahre garantierte Vergütung je erzeugter Kilowattstunde  an den Anlagenbetreiber gezahlt. Die Vergütungshöhe orientiert sich dabei an der Anlagenleistung. Außerdem können die Kosten der Photovoltaik-Anlage steuerlich geltend  gemacht werden.

Seit Anfang 2009 wird auch die Selbstnutzung des produzierten Stroms vergütet, deren Attraktivität mit der Novellierung des EEG im Juli 2010 nochmals erhöht wurde. So beträgt die aktuelle Vergütung abzüglich der jährlichen Degression (2011: 9 Prozent) z. B. für Anlagen mit einer Leistung bis 30 kWp, die nach dem 01.01.2012 in Betrieb gegangen sind und einen Eigenverbrauch von mindestens 30 Prozent am jährlich erzeugten Solarstrom haben: 16,74 Cent/kWh.

Befördert durch diese Rahmenbedingungen kann der Eigentümer einer Solarstromanlage seine Investition nicht nur refinanzieren, sondern je nach Auslastung, Standort, (Selbst-) Nutzung und Größe der Anlage eine Rendite von fünf bis zehn Prozent erwirtschaften. Interessante Fördermöglichkeiten aus dem KfW-Programm Erneuerbare Energien erleichtern zudem in Deutschland die Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen.

Kosten

Die direkten Aufwendungen für Material und Installation liegen derzeit bei durchschnittlich etwa 4.000 Euro pro kWp Leistung, also für ca. 10 m2 Kollektorfläche. Oftmals sind PV-Anlagen aber auch auf Dächern privater Hauseigentümer leistungsstärker dimensioniert, so dass Installationskosten von 3.500 Euro/kWp und weniger nicht ungewöhnlich sind. Große Aufdach- und Freiflächenanlagen haben gegenwärtig Preise von etwa 3.000 bis 2.800 Euro und weniger pro installiertem kWp.

Weitere Kosten müssen für Wartung und Versicherung der Anlage bedacht werden. Der Wartungsaufwand ist insbesondere bei kleineren neuen Anlagen jedoch eher gering. Anlagenleistung und -ertrag sollten fortlaufend überprüft werden, um eventuelle Störungen schnell zu erkennen. Eine regelmäßige Reinigung der Solarmodule sichert die Leistungsfähigkeit der Anlage. Die konkreten Wartungskosten hängen stark von den jeweiligen Erfordernissen vor Ort und den vertraglichen Vereinbarungen ab.

Eine neu errichtete Photovoltaik-Anlage sollte ausreichend versichert werden, da eine herkömmliche Gebäudeversicherung nicht ausreicht, um Schäden an der Solaranlage hinreichend abzudecken und viele spezielle Probleme einer Solaranlage überhaupt nicht erfasst. Zu deren Absicherung bieten Versicherungen Leistungspakete unterschiedlichen Umfangs an. Allgemein empfohlen wird eine Versicherung der Anlage gegen Schäden durch Wetter- und Naturereignisse wie etwa Schnee, Hagel, Sturm oder Feuer. Auch die Elektronik, besonders  der Wechselrichter, sollte versichert werden. Da jedoch die Situation der einzelnen Anlagen – und damit ihr Versicherungsbedarf und die zu zahlenden Prämien – sehr unterschiedlich sind, empfiehlt es sich, verschiedene Angebote sorgfältig zu prüfen und  auf den Einzelfall abzustimmen.


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