Hauptinhalt

Auslegung und Montage von PV Anlagen

- Für eine Photovoltaik-Anlage stehen zahlreiche Standorte und Montagesysteme zur Auswahl. © Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES/Fotoautor: Edisun Power AG, Mönchaltdorf
Wenn die Entscheidung gefallen ist, ein Gebäude mit einer Solarstromanlage auszustatten, geht es an die Planung, den Kauf und die Montage der Photovoltaik-Anlage. Der optimale Ertrag wird erzielt, wenn die PV-Module als südorientierte Fläche mit ungefähr 30° Neigung montiert wird. Dabei sollten Verschattungen dringend vermieden werden.
Etwa 4.000 Euro müssen für eine installierte Leistung von einem Kilowatt-Peak (kWp) eingeplant werden. Dies entspricht in etwa einer Modulfläche von 10 m². Kilowatt-Peak bezeichnet dabei die maximal mögliche Leistung, die von einer PV-Anlage erzeugt werden kann. In Deutschland bedarf es grundsätzlich keiner Baugenehmigung für den Einbau einer PV-Anlage, außer bei denkmalgeschützten Gebäuden.
Für die PV-Anlage stehen zahlreiche Standorte und Montagesysteme zur Auswahl: Sie kann auf Schräg- und Flachdächern angebracht werden, frei aufgeständert werden oder als Solarstromsystem an Fassaden angebracht werden. Diese Variante wird vor allem bei großflächigen Büro- und Industriegebäuden sowie Mehrfamilienhäusern angewandt. Sie ist aber verhältnismäßig teuer, da die Anlagen meist maßgeschneidert und lichtdurchlässig sind.
Bei der Montage einer Photovoltaik-Anlage muss darauf geachtet werden, dass das Sonnenlicht ungehindert auf die Anlage fallen kann. Denn allgemein gilt: Schatten z. B. durch Bäume oder Antennen beeinträchtigt die Anlagenleistung. Die schwächste Solarzelle bestimmt nämlich die Gesamtleistung eines ganzen Moduls. Um eine spätere Beeinträchtigung der Anlage zu verhindern, sollte schon in der Planungsphase die Verschattungsgefahr untersucht werden.
Am Ende einer solchen Investition steht das Ergebnis: Eine Anlage erzeugt je nach Standort einen Ertrag von 800-1.000 kWh an Solarstrom pro Jahr und installierter Leistung von einem kWp. Standard ist eine netzgekoppelte Anlage. Diese speist erzeugte Strommengen in das öffentliche Stromnetz ein (Netzeinspeisung ), die vom regionalen Netzbetreiber nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (Einspeisevergütung ) vergütet werden. Zudem besteht die Möglichkeit den erzeugten Strom selbst zu nutzen, was nach dem EEG ebenso vergütet wird.
Eine durchschnittliche Anlage hat sich so durch die Förderung des EEG innerhalb von 15 Jahren amortisiert. Danach kann sogar Gewinn erwirtschaftet werden. Über die garantierte Vergütungszeit von 20 Jahren lässt sich eine Rendite von durchschnittlich fünf Prozent erwirtschaften.
Hersteller von PV-Modulen bieten zudem Leistungsgarantien zwischen 10 und 25 Jahren an. Als Leistungsgarantie wird eine vom PV-Modulhersteller erweiterte Garantie auf die Leistungsfähigkeit der PV-Module bezeichnet. Anbieter von qualitativ hochwertigen PV-Modulen garantieren 80 Prozent Leistung auf 20 bzw. 25 Jahre und ca. 90 Prozent auf 10 bzw. 12 Jahre. Ein Modulhersteller ist somit in der Pflicht, z. B. Ersatzmodule oder die fehlende Leistung nachzuliefern, wenn die vorgegebene Leistung eines PV-Moduls nicht erreicht werden sollte.
Die Unterhaltskosten einer PV-Anlage sind gering, da PV-Anlagen nahezu wartungsfrei arbeiten. Um dennoch den Zustand einer Anlage zu überprüfen, empfiehlt es sich, regelmäßig die gemessenen Erträge auf dem Stromzähler abzulesen sowie nach 10 Jahren den Wechselrichter zu erneuern.








