Servicefunktionen
letzte Änderung: 13.04.2012 

Hauptinhalt
Aktueller Wertungsstatus

Nutzung geothermischer Wärme in Deutschland

Pläne
Für die Geothermie werden aus dem Bundeshaushalt Fördermittel bereitgestellt.

In 1.000 bis ca. 5.000 m Tiefe finden sich in geologisch ganz unterschiedlichen Regionen Deutschlands Warmwasservorkommen. Die Temperaturen liegen regional unterschiedlich und tiefenabhängig zwischen 40 und 190 °C.

Neustadt-Glewe ist dabei das erste deutsche Geothermiekraftwerk, das nicht nur Wärme, sondern seit dem Jahr 2003 auch geothermisch Strom produziert.

In Deutschland blickt die tiefe hydrothermale Geothermie auf eine 30-jährige Geschichte zurück. Zwischen 1980 und 1990 wurden in der ehemaligen DDR in Waren, Neubrandenburg und Prenzlau jeweils ein hydrothermales Heizwerk in Betrieb genommen und weitere Standorte vorbereitend untersucht.

Nach der deutschen Einheit wurden die Anlagen in Neubrandenburg und Waren modernisiert und in Neustadt-Glewe eine überarbeitete Anlagenkonzeption verwirklicht, die 1995 in Betrieb ging.

Neustadt-Glewe liefert seither ca. 11 MWth an ein Fernwärmenetz, davon sind 4,5 MW geothermisch erzeugt.

Für die Geothermie werden aus dem Bundeshaushalt Fördermittel bereitgestellt, welche im Bereich des Hot-Dry-Rock-Verfahrens , neben dem europäischen Gemeinschaftsprojekt in Soultz-sous-Forêts (Elsass), in Projekten in Bad Urach (Schwäbische Alb) und Groß Schönebeck (Brandenburg) zum Einsatz kommen. Die geförderten hydrothermalen Anlagen repräsentieren gleichzeitig die verschiedenen geologischen Eignungsgebiete: Neustadt-Glewe (Nordostdeutschland), Unterhaching (Süddeutschland) und Offenbach (Pfalz).

Quelle: BINE Informationsdienst, projektinfo 09/03


Bewerten Sie diesen Artikel:
schlecht mangelhaft gut sehr gut
Fragen Sie unsere Experten