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Bedeutung der Geothermie in Deutschland

- In Deutschland werden 24 größere, hydrothermale Anlagen mit thermischen Leistungen zwischen 100 kW und 20 MW betrieben. Quelle: BINE Informationsdienst / Urheber: Geox GmbH, Landau
In Deutschland werden 24 größere, hydrothermale Anlagen mit thermischen Leistungen zwischen 100 kW und 20 MW betrieben. Insgesamt sind etwa 128 MWth Leistung installiert.
Die beiden größten Anlagen liegen im bayerischen Erding (9 MW geothermische Leistung, 18 MW Gesamtleistung) und in Simbach am Inn (6-7 MWth bzw. 20 MW), weitere größere Anlagen zur Wärmeerzeugung befinden sich im Bau. In Deutschland sind zudem insgesamt drei Anlagen zur Stromerzeugung aus tiefer Geothermie in Betrieb. Diese Geothermiekraftwerke befinden sich in Neustadt-Glewe (Mecklenburg-Vorpommern, seit 2003), Landau (Rheinland-Pfalz, seit 2007) und Unterhaching (Bayern, seit 2008). In diesen Kraftwerken ist eine elektrische Leistung von zusammen etwa 7,4 Megawatt installiert. Die Anlagen in Neustadt-Glewe und Unterhaching liefern zusätzlich Wärme zu Heizzwecken, in Landau ist eine Wärmelieferung in Vorbereitung. Nach Anschluss der zunächst geplanten Wärmeabnehmer verfügen die drei Anlagen über eine thermische Leistung von insgesamt etwa 51 MW. Die Anlagen könnten schätzungsweise pro Jahr etwa 57 Gigawattstunden Strom erzeugen.
Eine Nutzung hydrothermaler Geothermie erfolgt meist über Fernwärmenetze . Diese erfordern aus wirtschaftlichen Gründen eine hohe, flächenspezifische Wärmenachfrage, wie sie z. B. in Städten gegeben ist. Die ökonomisch günstigsten Voraussetzungen liegen da vor, wo das Thermalwasser für Heilbäder oder Trinkwasser weiterverwendet werden kann und Wärme während des ganzen Jahres benötigt wird.









