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letzte Änderung: 10.02.2012 

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Energiegehalt von Biomasse

Sonnenstrahlen
Physikalisch gesehen ist Biomasse chemisch gebundene Sonnenenergie. © jarts / photocase.com

Land- und Wasserpflanzen, pflanzliche und tierische Rückstände, aber auch organische Abfälle lassen sich als Biomasse vielfältig energetisch nutzen.

Biomasse lässt sich trocknen und zu Brennmaterial zusammenpressen, beispielsweise Sägemehl zu Briketts und Pellets oder Stroh zu Ballen. Sie lässt sich aber auch verflüssigen , vergasen  oder verkohlen . Weitere Möglichkeiten liegen in der Vergärung zu Alkohol  oder der Herstellung von Pflanzenfetten und Ölen . Wie viel chemisch gebundene Sonnenenergie in der Biomasse steckt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Die folgende Tabelle zeigt, welcher Heizwert jeweils in den einzelnen Biomasse-Arten steckt: 4 kWh/kg bedeutet dabei, dass eine Heizenergie von 4 Kilowattstunden in jedem Kilogramm Brennstoff steckt. Dies entspricht etwa dem Heizwert, der in 0,4 Liter Dieselkraftstoff steckt.

Heizwerte von Biomasse (Feuchtegehalt 15 %)

Biomaterial Heizwert
Stroh 4 kWh/kg
Schilfarten 4 kWh/kg
Getreidepflanzen 4,2 kWh/kg
Holz 4,4 kWh/kg
Biogas 5-7 kWh/m³

Heizwerte fossiler Energieträger

Energieträger Heizwert
Braunkohlenbriketts 5,6 kWh/kg
Steinkohle 8,9 kWh/kg
Heizöl 11,7 kWh/kg
Erdgas (unterer Heizwert) 8,3 kWh/m³

Aus der Gegenüberstellung der zwei Tabellen geht hervor, dass fossile Energieträger einen höheren Heizwert besitzen. Das bedeutet: Um die gleiche Menge an Energie freizusetzen, wird beim Heizen mit Biomasse mitunter doppelt bis dreimal so viel Heizmaterial benötigt.

In fossilen Energieträgern ist aber ein erheblich größerer Teil Kohlendioxid (CO2) gebunden, das beim Verbrennen freigesetzt wird und zur Verstärkung des Treibhauseffekts  beiträgt.


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