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Synthetische Kraftstoffe aus Biomasse

- Im Vergleich zu herkömmlichem Diesel betragen die Treibhausgasemissionen mit BtL-Kraftstoffen nur 10 bis 30 Prozent.
Synthetische Kraftstoffe aus Biomasse (BtL = Biomass-to-Liquid) befinden sich derzeit noch in der Entwicklungs- und Erprobungsphase und sind noch nicht am Markt verfügbar. Aufgrund ihrer energetischen Potenziale sind mit dem sogenannten Synfuel oder auch Sunfuel® jedoch große Erwartungen verknüpft.
BtL-Kraftstoffe werden durch Vergasung aus Biomasse gewonnen. Es sind Reststoffe wie Rapskuchen, Schlempe, Stroh oder Restholz aber auch ganze Energiepflanzen, die eigens für die Kraftstofferzeugung angebaut werden, verwertbar.
Das gewonnene Gas wird gereinigt und anschließend zum gewünschten Kraftstoff synthetisiert. Die Kraftstoffeigenschaften lassen sich dabei gezielt den Erfordernissen heutiger und künftiger Motorentechnik, z.B. modernen Dieselmotoren, anpassen. BtL kann in Reinform verwendet oder fossilen Kraftstoffen beigemischt werden.
Verglichen mit konventionellen Biokraftstoffen der ersten Generation wie Bioethanol oder Biodiesel weist BtL daher erhebliche Vorzüge auf: Durch die Verwertung von pflanzlichen Reststoffen, die im anderen Zusammenhang anfallen, können die verfügbaren Anbauflächen nachhaltiger und effizienter genutzt werden. BtL-Kraftstoffe sind frei von Schwefel und Aromaten; die Treibhausgasemissionen betragen im Vergleich zum herkömmlichen Diesel nur 10 bis 30 Prozent. BtL-Kraftstoffe können zudem ohne die kostenintensive Umrüstung des Tankstellennetzes und der Motoren verwendet werden.
Anlagen zur BtL-Erzeugung befinden sich in der Demonstrationsphase. Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer Kraftstoffstrategie dem BtL-Kraftstoff ein hohes Potenzial eingeräumt.








