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Verbrennungsmotoren-BHKW

- Mit Verbrennungsmotoren-BHKWs kann das enorme Potenzial der Ein- und Zweifamilienhäuser erschlossen werden.
Das motorische Blockheizkraftwerk ist eine ausgereifte Technologie, die von der hundertjährigen Entwicklungsgeschichte von Otto- und Dieselmotoren profitiert. Neben Erdgas und Flüssiggas werden Heizöl und neuerdings auch Pflanzenöl eingesetzt.
Verbrennungsmotoren kommen sowohl im Mikro- und Mini-BHKW Bereich zum Einsatz, als auch in größeren Leistungsbereichen bis zu 5 MWel. Das Leistungsspektrum von Motoren beginnt bei so kleinen Leistungen (Heizleistung ca. 3 kWth und 1 kWel), dass sie sich für dezentrale Einsätze geradezu aufdrängen. Damit kann das enorme Potenzial der Ein- und Zweifamilienhäuser erschlossen werden.
Die nutzbare Abwärme der Motoren fällt an verschiedenen Stellen an. Die Wärme wird aus dem Zylinderkühlwasser, dem Ölkühlsystem, den Abgasen und bei aufgeladenen Motoren aus dem Ladeluftkühler gewonnen. Durch eine geschickte Auskopplung der Abwärme von Motor-Kühlwasser, Schmieröl und Abgas kann der Wärmeträger Wasser leicht auf 90 bis 110 °C aufgeheizt werden. Damit eignen sich solche Anlagen vom Temperaturniveau her bestens zur Gebäudeheizung. Gerade dort ist der Bedarf an Heizwärme besonders groß und unterliegt bekanntlich starken Tages-, Wochen und Jahresschwankungen. Auch hier erweist sich die Motorentechnik gegenüber den Gasturbinen als günstig, weil die Teillastwirkungsgrade bei Motoren deutlich schwächer abfallen als bei Gasturbinen.
Positiv hervorzuheben ist bei dieser Technik der hohe Gesamtwirkungsgrad (elektrisch 25 bis 35 Prozent, gesamt über 90 Prozent). Motor-BHKW haben außerdem den Vorteil, dass nahezu alle gasförmigen und flüssigen Brennstoffe zum Einsatz kommen können. Ungünstig sind die hohen Wartungskosten, die hauptsächlich durch die Ölwechselintervalle begründet sind. Auch die im Vergleich zu anderen Typen hohen Emissionen, die Lärmentwicklung und die Schwingungen schlagen negativ zu Buche, sind aber bei den neuesten Modellen auf ein akzeptables Maß eingedämmt. In den letzten 20 Jahren konnten gerade in dieser BHKW-Technik enorme Fortschritte erzielt werden. Sie zeigen sich in dem gestiegenen Wirkungsgrad, der Absenkung der Emissionen, der hohen Verfügbarkeit, der langen Lebensdauer der Anlagen und nicht zuletzt der Vollautomatisierung des Betriebs.
Das Angebot für Gas- und Dieselmotoren im Leistungsbereich bis 30 kWel ist inzwischen sehr groß. Die Aggregate sind teilweise nicht größer als zwei handelsüblichen Waschmaschinen. Ab einem Modulpreis von € 12.000,- werden Mini-BHKW im unteren Leistungsbereich angeboten. Die Lebensdauer der in Serie produzierten Motoren reicht von 40.000 – 60.000 Nutzungsstunden und erreicht damit – in Abhängigkeit von der jährlichen Nutzungsdauer - einen Zeitspanne von 10-20 Jahre. Teilweise laufen Motoren (inkl. Motorrevision) mehr als 80.000 Betriebsstunden. Dies entspricht ungefähr der Fahrleistung eines PkW-Motors von 300.000 – 500.000 km.
Die angebotenen BHKW-Größen reichen fast ohne Übergang bis zu mehreren MW, so dass auch Wohnblocks, Wohnanlagen und öffentliche und private Einrichtungen wie Schwimmbäder, Krankenhäuser und gewerbliche und industrielle Abnehmer in Frage kommen. Mit zunehmender Größe wird auch der elektrische Wirkungsgrad besser.








