Servicefunktionen
letzte Änderung: 13.04.2014 

Hauptinhalt
Aktueller Wertungsstatus

Technikvergleich Kondensationskraftwerk versus BHKW

Kraftwerk
Ein großer Anteil des Stromes wird in Deutschland in kohlebetriebenen Kondensationskraftwerken erzeugt.

Um die Energieeffizienz eines BHKW einzuschätzen, kann die Versorgung eines Gebäudes mit Strom und Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit einer alternativen Versorgung durch zwei separate Erzeugungssysteme verglichen werden. Der Vergleich mit einem konventionellen Kondensationskraftwerk plus Heizkessel zeigt die Vorteile von Blockheizkraftwerken auf.

Ein großer Anteil des Stromes wird in Deutschland in kohlebetriebenen Kondensationskraftwerken erzeugt. In diesen geht rund 60 Prozent der eingesetzten Primärenergie als Verlustwärme verloren. Die Wärmeerzeugung durch Haushalte und Kleinverbraucher geschieht häufig in Kesselanlagen, die im Keller des Gebäudes angebracht sind. Auch hier kann je nach Alter und Zustand der Anlage Wärme ungenutzt verloren gehen.

In verbrauchsnahen, dezentralen Blockheizkraftwerken kann die eingesetzte Energie hingegen sehr viel effizienter genutzt werden. Die kombinierte Erzeugung von Wärme und Strom in einem BHKW führt zu einer Brennstoffeinsparung von 36 Prozent im Vergleich zur getrennten Wärmeerzeugung in einer Kesselanlage sowie der Stromerzeugung in einem Kondensationskraftwerk.

Auch bezüglich der Investitionen (Erzeugungsanlage, Umweltschutzeinrichtungen) schneiden BHKW im Vergleich mit konventionellen Kraftwerken günstig ab. Insbesondere die Investitionen für die Wärmeverteilung sind deutlich niedriger. Der modulare Aufbau von BHKW ermöglicht, dass dem Baufortschritt von zu versorgenden Objekten in Stufen angepasst investiert werden kann. Nicht zuletzt ist regelmäßig Widerstand in der Bevölkerung gegen die Errichtung neuer fossil befeuerter Großkraftwerke zu spüren. Dezentrale Lösungen mittels Kraft-Wärme-Kopplung hingegen erfreuen sich einer bereiteren gesellschaftlichen Zustimmung.

Energiewandler, die in Koppelprozessen Kraft und Wärme liefern, setzen die Kraftkomponente (Generator) meist zur Stromerzeugung ein und nutzen die Wärme zu Heiz- oder Produktionszwecken. Oft wird die mechanische Energie  zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, wie Pressen, Pumpen und Kompressoren (z. B. für Kälteanlagen) genutzt. Der mit einem solchen Koppelprozess verbundene rationelle Energieeinsatz bedeutet in der Regel zugleich Kosteneinsparungen und Umweltschutzeffekte, da die Systeme pro erzeugte Nutzenergie weniger Einsatzenergie benötigen.


Bewerten Sie diesen Artikel:
schlecht mangelhaft gut sehr gut
Fragen Sie unsere Experten 

Weitere Informationen