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letzte Änderung: 10.02.2012 

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Transparente Wärmedämmung (TWD)

Gebäude mit transparenter Wärmedämmung
Transparente Wärmedämmung ermöglicht eine passive Nutzung der Sonnenenergie. © Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES/Fotoautor: Ernst Schweizer AG, 8908 Hedingen

Lichtdurchlässige Dämmstoffe, die eine passive Nutzung der Sonnenenergie als Wärmequelle direkt an der Außenwand von Gebäuden ermöglichen, beschreibt man mit dem Begriff Transparente Wärmedämmung.

Diese Form der Fassadendämmung minimiert einerseits den Wärmeverlust über die Außenwände und erzeugt gleichzeitig Heizenergie durch die Absorption von einfallendem Sonnenlicht.

Als Vorbild diente hier das Fell von Eisbären: Das weiße Fell der Polartiere schützt vor der Kälte und verhindert den Wärmeverlust. Zusätzlich gelangt das Sonnenlicht durch das Fell und wird auf der dunklen Haut in Wärme umgewandelt und gespeichert.

Die passive Solarenergienutzung erfolgt bei der Transparenten Wärmedämmung (TWD) über verschiedenen Schichten. Ein lichtdurchlässiger Glasputz und Glasvlies lassen das Sonnenlicht auf die Dämmschicht aus Kapillarplatten fallen. Diese Kapillarplatten aus Kunststoff - vorstellbar als viele aufeinander geschichtete Strohhalme - leiten das Sonnenlicht an die schwarze Absorberschicht weiter, die das Licht wiederum in Wärme umwandelt und im Mauerwerk speichert.

Zur Zeit werden auch Systeme mit integrierter Abschattung (durch querliegende Lamellen) entwickelt.

Warm im Winter - kühl im Sommer

Durch die horizontale Anordnung der Kapillare einer Dämmschicht wird die tief stehende Wintersonne an die Absorberschicht weitergeleitet. Durch Reflexionen an dem Glasputz und in den Kapillaren dringt das Sonnenlicht im Sommer nicht an die Hauswand vor und beugt einer zusätzlichen, unerwünschten Aufheizung in der warmen Jahreszeit vor. Der Energiegewinn liegt an Südfassaden bei immerhin 100-120 Kilowattstunden pro Quadratmeter TWD je Heizsaison.

Nachteile

TWD- Systeme sind wesentlich teurer ist als konventionelle Wärmedämmung. Die solaren Gewinne können mit Fenstern oft günstiger erreicht werden. Besonders bei Leichtbauwänden scheinen TWD-Systeme energetisch meist nicht sinnvoll. Wenn es nicht ausreichend Dachvorsprünge oder Verschattungseinrichtungen gibt, kann es im Sommer zu Überhitzungsproblem an ost- oder westorientierten Wänden mit transparenter Dämmung kommen.


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