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letzte Änderung: 29.07.2010 

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Außenwändedämmung

Infrarot-Thermografie: Rote Bereiche zeigen den Dämmbedarf von Gebäudefassaden

Wenn der Außenputz erneuert werden muss, größere Renovierungsarbeiten an der Fassade anstehen oder die Fenster erneuert werden, lohnt es sich im Zuge dieser Arbeiten zusätzliche Wärmedämmmaßnahmen einzuplanen. Denn über ungedämmte Wände verliert ein Haus sehr viel Wärme.

Die Außenwand eines Hauses ist starken Temperaturschwankungen und Witterungseinflüssen ausgesetzt. Das kann zu Abnutzungen der Fassade und einem unansehnlichen Äußeren führen. Putz und Farbe zu erneuern hilft aber nicht, Energieverluste zu senken. Bei der Außendämmung wird die Dämmschicht auf die Außenfläche der Wand aufgebracht. Sie schützt die Wand vor Witterung und das Haus vor Wärmeverlusten.

Nicht jede Dämmung eignet sich für jeden Wandaufbau. Deshalb sollten Sie zunächst die Konstruktion Ihrer Außenwand prüfen. Eine Außendämmung empfiehlt sich insbesondere bei einem einschaligen Wandaufbau (z. B. massives Mauerwerk oder Holzständerkonstruktion). Voraussetzung für eine Außenwanddämmung ist ein ausreichender Dachüberstand. Dieser lässt sich aber ggf. auch ohne Neueindeckung des Daches erweitern. Für die Außendämmung sollten Sie mindestens 8 cm, besser 10 bis 12 cm Dämmstoffdicke vorsehen. Sollten Sie aus ästhetischen oder baulichen Gründen eine geringere Dämmstoffdichte wünschen: Es gibt auch teurere Produkte mit reduzierter Dichte bei gleichbbleibender Dämmwirkung.

Nicht zuletzt spielt auch die Optik eine Rolle: Eine Außenwanddämmung bietet oft die Chance, die Fassade aufzuwerten, ist aber z. B. für Sichtfachwerk oder Gebäude mit historischen Fassaden häufig nicht geeignet. Aber auch für solche Sonderfälle gibt es passende Lösungen, wie z. B. Wärmedämmputz .

Tipps für Heimwerker

  • Lassen Sie sich bei Eigenleistung ausführlich beraten.
  • Setzen Sie nur Produkte mit Ü-Zeichen oder CE-Zeichen  ein.
  • Wärmedämmverbundsysteme müssen zugelassen sein. Deshalb dürfen Sie nicht Kleber, Putz usw. von verschiedenen Herstellern verwenden.
  • Achten Sie auf ebenen, festen Untergrund: kein loser Putz!
  • Vergessen Sie die Anschlussstellen in Fensterlaibungen und unter den Fensterbrettern nicht.
  • Verwenden Sie unter Natur- oder Kunststeinfensterbrettern druckfestes Dämmmaterial.
  • Vergessen Sie die Dämmung auf der Oberseite des Giebels und unter dem Dachkasten (hinter der Regenrinne) nicht.
  • Hinterlüftete Vorhangfassaden sind winddicht zu dämmen, ggf. durch Wasser abweisende Folie oder Kraftpapier, ohne offene Dämmplattenstöße und Fehlstellen. Sie sollten lückenlos an die Unterkonstruktion anschließen. Die Luftschicht zur Hinterlüftung der Verkleidung muss durchgehend mindestens 2 cm dick sein.
  • Wärmedämmverbundsysteme werden geklebt und möglichst nicht gedübelt. Zusätzliches Dübeln ist bei Wärmedämmverbundsystemen unter 20 m Gebäudehöhe nur dann erforderlich, wenn der Untergrund nicht ausreichend trägt, z. B. bei sandigem Altputz oder alten Beschichtungen. Jeder Dübel ist eine Wärmebrücke!
  • Bei hinterlüfteten Fassaden sollten Sie auf eine Unterkonstruktion achten, die möglichst wenige Wärmebrücken aufweist, z. B. indem Sie Kunststoffdübel verwenden, die Holztraglattung kreuzweise verlegen und zweilagig dämmen.

Autor: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) 


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