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Denkmalschutz und Energieeinsparung

- Pfarrhaus Niedermarsberg. Planung und Ausführung der Modernisierungsarbeiten: Architekturbüro Simon, 58706 Menden. © Modernisierungsratgeber Energie/dena
Eine aufwändig verzierte Fassade an einem Haus aus der Gründerzeit, ein Gebäude im Bauhausstil oder schönes Fachwerk mit dunklen Holzbalken: Aus gutem Grund stehen viele dieser Gebäude unter besonderem Schutz. Allerdings verbrauchen solche Häuser häufig besonders viel Energie.
Denkmalgeschützte Häuser machen Geschichte erfahrbar und stiften regionale Identität. Wenn Sie Besitzer eines solch wertvollen Gebäudes sind und über eine Modernisierung nachdenken, wollen Sie den Charakter des Gebäudes bewahren. Sie überlegen aber auch, wie Sie die Energiekosten senken können.
Beides lässt sich durch eine Vielzahl erprobter Maßnahmen miteinander verbinden. Effiziente Heizungen, etwa mit Unterstützung durch Erneuerbare Energien sind kein Problem, und auch Fassadendämmungen lassen sich oft realisieren.
Fachwerkhäuser haben neben dem sichtbaren Fachwerk oft auch verkleidete oder verputzte Fassaden häufig an der Wetterseite. Hinter einer Verkleidung ist Wärmeschutz uneingeschränkt möglich. An verputzten Fassaden können auch Wärmedämmverbundsysteme verwandt werden. Ebenso ist die Wärmedämmung von Keller und Dach meist ohne Beeinträchtigung des äußeren Erscheinungsbildes realisierbar.
Für das Sichtfachwerk bietet sich Innendämmung an. Allerdings kommt hier zu den üblichen Besonderheiten einer Innendämmung noch die Feuchtigkeit, die durch Regen von außen in die Wand eindringt. Lassen Sie sich deshalb unbedingt von einem Fachmann beraten.
Denkmalschutz und EnEV
Prinzipiell gelten die Bestimmungen der Energieeinsparverordnung (EnEV ) auch für Fachwerkswände (U 0,45 W/(m²K)), insbesondere dann, wenn die Ausfachungen innerhalb der Balken erneuert werden. Sie können jedoch Ausnahmen etwa für Fassaden mit Sichtfachwerk erwirken. Da die Energieeinsparverordnung darauf ausgerichtet ist, das Haus als Ganzes zu betrachten, können Sie erhöhte Wärmeverluste an der Fassade durch eine moderne Heizung und Warmwasserbereitung und den Einsatz Erneuerbarer Energieträger kompensieren.
Auch in denkmalgeschützten Gebäuden lassen sich geringe Energiekosten mit dem Erhalt der historischen Bausubstanz vereinen. In vielen Fällen bezieht sich der Schutz nur auf einzelne Bauteile des Gebäudes, wie das Dach, die Fenster, Türen oder Stuckelemente. An den Kellerdecken, aber auch an den Fassaden zur Hofseite kann in diesem Fall eine Wärmedämmung aufgebracht werden. Für historische und erhaltenswerte Fassaden können Sie ggf. Dämmputz oder eine Innendämmung einsetzen. Auch die Aufarbeitung der Fenster hilft Energie zu sparen.
Achtung! Baumaßnahmen am Dach und an den Fassaden denkmalgeschützter Gebäude sind meist genehmigungspflichtig.
Autor: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)







