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Ressourcenverbrauch beim Bauen und Wohnen

- Über 40 Prozent des Primärenergieverbrauchs in Deutschland werden zum Heizen, Kühlen und Beleuchten von Gebäuden verbraucht. Quelle: Eicken & Mack
Sowohl die Inanspruchnahme von Flächen als auch der Verbrauch von Materialien und Energie haben beim Bauen und Wohnen ein sehr großes Ausmaß erreicht.
Mehr als 50 Prozent der Deutschen würden als ideale Wohnform ein freistehendes Einfamilienhaus wählen. Mit diesem hohen Maß an Lebensqualität ist jedoch ein erheblicher Verbrauch von Ressourcen und Energien verbunden, der über ablesbare Zählerstände von Gasuhr oder Stromzähler weit hinausgeht.
So werden zwar allein über 40 Prozent des Primärenergieverbrauchs in Deutschland zum Heizen, Kühlen und Beleuchten von Gebäuden verbraucht, aber das ist nur ein Teil der tatsächlich aufgewendeten Energien und Stoffe.
Eine genauere Betrachtung aller Stoffströme beinhaltet daher nicht nur den Aufwand zum Betrieb der Gebäude; er schließt auch den Ressourcen- und Energieverbrauch für das Baumaterial und das Bauen sowie - am Ende - die Entsorgung mit ein.
Stoffströme
Die beim Bauen auftretenden Stoffströme lassen sich in 3 Gruppen darstellen:
- Herstellungsaufwand: Energien, die bei Herstellung der Baumaterialien, Errichtung, Unterhaltung, Umbau, Abbruch und Recycling eines Gebäudes verbraucht werden. Die Herstellungsenergie eines Hauses beträgt ca. 20 Prozent seiner Verbrauchsenergie über den gesamten Zeitraum seines Bestehens. Hinzu kommt noch der Flächenverbrauch.
- Betriebsstoffe: Stoffe und Energie, die zur Bereitstellung gewünschter Komfort- und Betriebsbedingungen für Gebäude verbraucht werden, d.h. Energie für Warmwasser, Raumwärme und Elektrizität.
- Induzierte Ströme: Die durch die Bebauung indirekt benötigte Energie - zum Beispiel Verkehr durch Pendeln zum Arbeitsplatz oder die Bereitstellung von Gütern. Eine Person, die täglich mehr als 10 km mit einem Mittelklassewagen fährt, verbraucht dabei so viel Energie, wie sie in ihrer Wohnung während eines Tages verbraucht. Addiert man zu dieser Verkehrsenergie, die Herstellungsenergie für das Fahrzeug und die "graue Energie" für die nötige Infrastruktur hinzu, erhält man den tatsächlichen Energieverbrauch.









