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letzte Änderung: 10.02.2012 

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Passivhaus

Acht-Familien-Passivhaus
Der Begriff Passivhaus beschreibt einen energetischen Standard für Gebäude. © Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES/Fotoautor: Ruedi Keiser, Stans

Der Begriff Passivhaus beschreibt einen energetischen Standard für Gebäude. Aufgrund seiner baulichen Eigenschaften benötigt ein Passivhaus keine klassische Heizung, sondern deckt den Wärmebedarf durch passive Energiegewinne, wie z. B. Sonneneinstrahlung, Abwärme aus Bad, Küche oder von technischen Geräten.

Allein durch die bauliche Eigenschaften des Hauses wird der Heizbedarf extrem reduziert. Dazu gehören neben einer sehr gute Dämmung auch eine kompakte Bauweise, verschattungsfreie Südausrichtung, hochwertige Wärmeschutzverglasung und eine extrem gute Luftdichtheit. 

Das Passivhaus verfügt außerdem standardmäßig über eine geregelte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Frische Außenluft wird außerhalb des Hauses angesaugt, dann über ein Erdrohr und einen Wärmetauscher vorgewärmt und ins Haus geleitet. Diese Warmluft erwärmt die Räume. Später wird sie als Abluft wieder nach draußen geführt. Gut ausgeführte Passivhäuser können ohne jede Heizungsanlage auskommen.

Eines der hartnäckigsten Gerüchte zum Thema Passivhaus ist, dass man in einem Passivhaus die Fenster nicht öffnen könne, weil sonst die komplexe Beheizung des Hauses zusammenbreche. Auch im Sommer müsse man mitunter extreme Temperaturen aushalten, weil Lüften über Fenster nicht möglich sei. Beides ist nicht richtig.

Selbstverständlich kann man in einem Passivhaus wie bei jedem anderen Haus auch (richtig) lüften . Im Sommer z. B. kann die gesteuerte Luftzufuhr komplett abstellt und nach Belieben alle Fenster geöffnet werden. Klug gebaute Passivhäuser heizen sich im Sommer gar nicht erst auf: Auch Passivhäuser sollten natürlich über Verschattungselemente verfügfen - wie z. B. Außenjalousien.

Auch im Winter kann man die Fenster jederzeit öffnen. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Haus ist das manuelle Lüften eines Passivhauses aber einfach nicht notwendig, da mit der kontrollierten Wohnungslüftung  auch im Winter eine permanente Frischluftzufuhr sichergestellt wird.


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