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letzte Änderung: 29.07.2010 

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Energiesparhäuser

Solar-Comforthaus © LBS

Mit verschiedenen baulichen Maßnahmen wird versucht, den Energiebedarf von Gebäuden immer weiter zu senken. Begleitet von politischen Vorgaben für Neu- und Bestandsbauten sind dabei in den vergangenen Jahrzehnten große Erfolge erzielt worden. 

Mit einer gut geplanten Modernisierung kann der Energiebedarf von Bestandsbauten heute um bis zu 80 Prozent gesenkt werden. Im Neubau ist es mit vergleichsweise geringen Zusatzinvestitionen möglich, die gesetzlichen Vorgaben an den Energiebedarf um 60 Prozent zu unterschreiten.

Niedrigenergiehaus

Der Begriff "Niedrigenergiehaus " (NEH) hat sich in den letzten Jahren aus der Abgrenzung zwischen Gebäuden entwickelt, die nach den Anforderungen der Wärmeschutzverordnung von 1995 geplant wurden und Gebäuden mit höherwertigen Wärmeschutzmaßnahmen.

Ein Gebäude galt dann als NEH, wenn es die zulässigen Höchstgrenzen für den Energieverbrauch nach der Wärmeschutzverordnung um mehr als 30 Prozent unterschreiten konnte.

Mit der Einführung der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV)  2009 wurden die Anforderungen an den Wärmeschutz deutlich verschärft. Um diese Anforderungen einhalten zu können, werden Gebäude heute generell mit Dämmstoffdicken versehen, die bisher einem NEH zugeordnet waren. Man spricht deshalb auch vom Standard-Niedrigenergiehaus. 

Passivhaus

Einen Schritt weiter geht das Konzept des Passivhauses . Ein Passivhaus ist ein Haus, dass ohne eine herkömmliche Heizungsanlage auskommt. Passivhäuser sind extrem gut gedämmte und nach Süden orientierte Häuser. Die Beheizung des Hauses erfolgt über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Zentrales Element dieser Anlage ist ein Wärmetauscher. Hier erwärmt die warme Abluft die kühlere Frischuft, bevor diese als Warmluft in die einzelnen Räume des Passivhauses geblasen wird.

Hierdurch hat man in einem Passivhaus trotz fehlender Heizung nicht nur eine konstant hohe Zimmertemperatur, sondern bekommt auch ständige Frischluft zugeführt.

Der Name "Passivhaus" rührt daher, dass man bei diesem Haustyp versucht, mit passiven Mitteln den Heizenergiebedarf auf Null zu bringen, also z.B. mittels hochwertiger Dämmung und konsequenter Südausrichtung und nicht über aktive Systeme wie z. B. eine Solarwärmeanlage etc.

Plusenergiehaus

Schaffen es Passivhäuser, den eigenen Energiebedarf komplett zu decken, so sind Plusenergiehäuser  darauf ausgelegt, zusätzlich überschüssige Energie in Form von Wärme oder Strom zu erzeugen. Dazu werden sie - im Gegensatz zum Passivhaus - zusätzlich mit aktiven Systemen bestückt, wie z. B. Solarwärme- und Solarstromanlagen oder Erdwärmetauschern (Wärmepumpen). Diese überschüssige Energie kann dann gespeichert oder Strom z. B. kann in das Netz eingespeist werden.

Hinweis. Ab dem 1. Januar 2009 gilt für alle Wohngebäude in Deutschland auch die „Ausweispflicht“: Hausbesitzer müssen bei Vermietung, Verkauf oder Verpachtung ihres Gebäudes den so genannten Gebäudeenergieausweis  vorlegen.

Autor: Institut Bauen und Wohnen 


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