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Modernisieren

- Rund 90 Prozent aller Wohngebäude in Deutschland wurden vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung gebaut. Quelle: Eicken & Mack
Rund 90 Prozent aller Wohngebäude in Deutschland wurden vor 1977, also vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung, gebaut. Hier besteht ein enormes Potenzial zur Energieeinsparung durch Minimierung der Heizwärmeverluste.
Der Gebäudebestand kann nach Baualter und Gebäudegrößen in Typen eingeteilt werden. Dabei bildet das Baualter ein wichtiges Merkmal, weil sich in jeder Bauepoche allgemein übliche Konstruktionen finden lassen, die den Heizwärmebedarf beeinflussen. Die Gebäudegröße spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle. Größere Gebäude haben im Verhältnis zu ihrem nutzbaren Volumen eine geringere Außenfläche, über die Wärme an die Umgebung abfließen kann.
Für jeden Gebäudetyp lassen sich Einsparmöglichkeiten durch optimale Wärmeschutzmaßnahmen an Wand, Dach, Keller und Fenstern sowie durch lüftungstechnische Maßnahmen ermitteln. Die Wärmedämmung der Dächer und Außenwände bewirkt dabei den größten Energieeinspareffekt.
Welche dieser Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll durchgeführt werden können, hängt im Einzelfall vom Gebäudetyp ab. Fast alle Gebäude, die älter als 20 Jahre sind, haben einen Energieverbrauch von mindestens 20 Litern Heizöl oder 20 Kubikmetern Erdgas, d. h. rund 200 kWh pro m² Wohnfläche und Jahr. Die zu erwartende Einsparung durch Wärmedämmmaßnahmen liegt im Durchschnitt bei 50 Prozent.
Energieverbrauch und Emissionen nach Baujahr des Hauses
| Baujahr 1950-1977 | Baujahr 1977-1982 | Baujahr ab 1982 | WSVO 1995 | NEH | Passivhaus | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbrauch [l bzw. m³] |
30 - 40 | 20 - 30 | 15 - 20 | 8 - 12 | 3 - 5 | < 1,5 |
| Emissionen [kg] |
ca. 91 | ca. 85 | ca. 46 | ca. 29 | ca. 12 | keine |










