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letzte Änderung: 03.02.2012 

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Planung von Wärmeschutz

Anbringen von Dämmmaterial
Für die Minimierung der Wärmeverluste eines Gebäudes ist die Qualität der Dämmung das entscheidende Kriterium. Quelle: LUWOGE

Für die Minimierung der Wärmeverluste eines Gebäudes ist die Qualität der Dämmung das entscheidende Kriterium. Einen Neubau mit geringen Wärmeverlusten zu planen ist einfacher als die nachträgliche Dämmung eines bestehenden Gebäudes.

Bei einem Neubau gestaltet sich die Planung der Wärmeschutzmaßnahmen recht einfach: Um einen optimalen Wärmeschutz zu gewährleisten, dämmt man alle Außenwände (inkl. Bodenplatte oder Keller) nach außen hin ausreichend ab.

Bei bestehende Häusern lässt sich diese Frage nicht so leicht beantworten. Ein Gebäude mit vielen Vor- und Rücksprüngen, Erkern und auskragenden Bauteilen hat eine größere Außenfläche als ein kompaktes Haus. Deshalb verbraucht es bei gleichwertiger Dämmung mehr Energie.

Grundsätzlich stellt sich bei der Planung von Wärmeschutzmaßnahmen zunächst die Frage, welche Innenräume beheizt und welche unbeheizt sind.

Standort der Heizungsanlage

Generell gilt: Die Heizung sollte innerhalb der beheizten Gebäudehülle aufgestellt werden. Damit spart man sich die aufwändige Dämmung der Heizanlage und der Heizungsrohre, die durch unbeheizte Räume führen.

(Lesen Sie auch: Weitere Empfehlungen zum Standort )

Kellerräume

Ist ein Kellerraum unbeheizt, müssen alle an diesen Raum angrenzenden Wände und Decken von beheizten Bereichen ausreichend gedämmt werden, auch die Türen, die in diesen Raum führen. Es kann daher einfacher und kostengünstiger sein, statt dessen den gesamten Keller (Außenwände und Bodenplatte) zu dämmen.  

Dach

Bei der Dämmung des Daches werden häufig Fehler gemacht. So kommt es vor, dass die Oberseite der Giebelwände und der Innenwände ungedämmt bleiben, weil sie bündig mit der Oberkante der Sparren gemauert werden. Hier sollte grundsätzlich Platz für Dämmung gelassen werden.

Heiz- und Warmwasserleitungen

Nicht ausreichend gedämmte Warmwasserleitungen geben ihre Wärme an die umgebenden Räume ab und führen so zu Mehrkosten für die Warmwasserbereitung. Außerdem dauert es länger, bis warmes Wasser aus der Leitung kommt, was zusätzlich den Wasserverbrauch erhöht.

Balkon

Ein auf Stützen vorgestellter Balkon ist aus wärmetechnischer Sicht günstiger als eine Kragplatte, auch wenn diese durch spezielle Elemente thermisch getrennt wurde.

Fenster

Beim Einbau der Fenster ist darauf zu achten, dass alle Zwischenräume sorgfältig ausgestopft oder ausgeschäumt werden. Noch besser ist es, die Laibung des Mauerwerks zusätzlich zu dämmen, auch unter der Fensterbank. Über dem Fenster sitzende Rollladenkästen sind trotz Dämmung ebenfalls Wärmebrücken. Eine Alternative sind hier Rollladenkästen, die vor der Fassade montiert sind.

Sommerlicher Wärmeschutz

Zu guter Letzt sollte bei der Planung auch der sommerliche Wärmeschutz berücksichtigt werden. Neben Rollläden auch für die Dachflächenfenster können dies Verschattungsmöglichkeiten sein, die im Sommer vor der hochstehenden Sonne schützen, im Winter jedoch das Licht der tiefstehenden Sonne ins Haus lassen. Sonnenschutzelemente sollten außen vor den Fenstern sitzen und nicht innen hinter den Fenstern.


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