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letzte Änderung: 13.04.2012 

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Individualverkehr im Überblick

U-Bahn
Öffentliche Verkehrsmittel sind in der Regel energieeffizienter und somit klimafreundlicher als Autos. Bild: misterQM / photocase.com

Kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen schont die Umwelt und wirkt sich positiv auf die eigene Gesundheit aus. Auf längeren Wegen sind öffentliche Verkehrsmittel eine gute Alternative zum Auto.

Busse und Bahnen sind im Personenverkehr in der Regel energieeffizienter und damit klimafreundlicher als Autos.  Die Motorentechnik, die Auslastung der Fahrzeuge und z. T. auch das Fahrverhalten bestimmen mit, wie der Vergleich des Energieverbrauchs zwischen Bussen, Bahnen und Autos im Einzelfall ausfällt. In der Regel jedoch befördern öffentliche Verkehrsmittel eine Person mit 50-70 Prozent weniger Kraftstoff- bzw. Energieeinsatz als ein PKW.

In der folgenden Tabelle ist der Energieverbrauch der verschiedenen Verkehrsträger pro beförderte Person und Kilometer bei durchschnittlicher Auslastung dargestellt.

Verkehrsträger kJ / Personenkilometer
Auto 1.800
Eisenbahn-Nahverkehr (Regionalverkehr, S-Bahn) 550 (Elektro-Loks) bzw. 1.200 (Diesel-Loks)
Eisenbahn-Fernverkehr (ICE, IC) 300 (Elektro-Loks) bzw. 800 (Diesel-Loks)
Tram, U-Bahn 800
Linienbus 850
Reisebus 400
Flugzeug 1.700

Die Eisenbahnen als Personenbeförderungsmittel lassen sich unterteilen in Nah- und Fernverkehr. Die Nahverkehrszüge im Regional- und S-Bahn-Verkehr oder die U- und Straßenbahnen sind besonders im Berufsverkehr oft sehr gut ausgelastet, haben aber in der Regel viele Haltepunkte mit entsprechenden Brems- und Beschleunigungswegen. Deswegen liegt ihr spezifischer Energieverbrauch höher als der im Schienenfernverkehr, wo Züge mit modernen Elektroantrieben auf einen Wert von ca. 300 kJ pro Personenkilometer kommen.

Linienbusse sind die öffentlichen Nahverkehrsmittel mit der geringsten Energieeffizienz, weil sie mit konventionellen Dieselmotoren angetrieben, vor allem in Städten ein sehr dichtes Haltestellennetz befahren und dementsprechend oft bremsen und wieder anfahren müssen. Außerdem fahren viele Busse im Nachtverkehr oder in gering bewohnten Gebieten oft schlecht ausgelastet, was ihren durchschnittlichen Energieverbrauchskennwert erhöht. Reisebusse befördern ihre Fahrgäste sehr energieeffizient, da sie oft mit der modernsten Dieselmotorentechnik ausgestattet sind und hoch ausgelastet auf langen Strecken in einem mäßigen Tempo fahren.

Flugzeuge, bei deren Bau schon auf Energieeffizienz großer Wert gelegt wird, sind ebenso meist sehr gut ausgelastet. Aber aus physikalischen Gründen ist Fliegen eine sehr energieintensive Fortbewegung, so dass normale strahlbetriebene Flugzeuge sehr viel Kerosin verbrauchen. Das bei seiner Verbrennung entstehende CO2 wird zudem in großer Höhe freigesetzt, so dass beim Fliegen – im Vergleich zum Auto- oder Busfahren, eine drei- bis viermal so hohe Treibhauswirkung resultiert.

Zum Vergleich: Energieverbrauch der verschiedenen Pkw-Fahrzeugklassen.

Pkw-Klasse Energieverbrauch in kJ/Fahrzeugkilometer
Miniklasse (z. B. Smart) 2.350 kJ/km (5 l Benzin)
Kleinwagen (z. B. Ford Fiesta) 3.290 kJ/km (7 l Benzin)
Kompaktklasse (z. B. VW Golf) 3.340 kJ/km (7,1 l Benzin)
Mittelklasse (z. B. Opel Insignia) 2.630 kJ/km (5,8 l Diesel)
Oberklasse (z. B. Audi A6) 3.720 kJ/km (8,2 l Diesel)
Luxusklasse (z. B. Mercedes S-Klasse) 5.450 kJ/km (12 l Diesel)
SUV / Geländewagen (z. B. Porsche Cayenne) 5.900 kJ/km (13 l Diesel)

(Auf Basis des Durchschnittsverbrauchs pro 100 km, Brennwert 47 MJ/kg Benzin und 45,4 MJ/kg Diesel.)


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