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letzte Änderung: 13.04.2014 

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Brennwertkessel

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Brennwertkessel können sowohl zum Heizen als auch zur Brauchwassererwärmung genutzt werden.

Der Brennwertkessel stellt die modernste Heizkesseltechnologie für das Verbrennen von Erdgas bzw. Erdöl dar und kann sowohl zum Heizen als auch zur Brauchwassererwärmung genutzt werden.

Im Unterschied zu konventionellen Heizkesseln verbrauchen diese deutlich weniger Energie und geben erheblich weniger Schadstoffe an die Umwelt ab. Brennwertkessel haben – verglichen mit modernen, konventionellen Heizkesseln – eine 10 bis 20 Prozent bessere Energieausnutzung. Dieser hohe Wirkungsgrad wird erreicht, da auch die in den Abgasen vorhandene Wärme genutzt wird, die durch Kondensation des enthaltenen Wasserdampfs entsteht.

Erdöl und -gas verbrennen überwiegend zu Kohlendioxid und Wasserdampf. Herkömmliche Heizsysteme können die Wärme des Wasserdampfes nicht verwerten. Brennwertgeräte hingegen kondensieren diesen Wasserdampf und nutzen die dabei frei werdende Wärme zusätzlich. Sie machen sich also trotz ihrer etwas höheren Anschaffungskosten durch die Energiekosteneinsparung schnell bezahlt.

Optimal arbeiten Brennwertkessel, wenn das Heizsystem mit niedrigen Vorlauftemperaturen betrieben wird. Dann kann die Technologie ihre eigentliche Stärke – die zusätzliche Nutzung der Wärme in den Abgasen – voll ausspielen. Aber auch bei Heizsystemen mit höheren Vorlauftemperaturen, die die maximalen Werte nur bei sehr kalten Außentemperaturen erreichen, nutzen die Heizkessel ihren "Brennwertvorteil" auch hier häufig aus. Wichtig ist, dass die Anlage für den individuellen Einsatz optimal eingestellt und regelmäßig kontrolliert wird.

Beispiel

Der so genannte Brennwert kann nur genutzt werden, wenn die Temperatur des Heizungsrücklaufs 56 bis 58 °C nicht überschreitet. Selbst ein Heizsystem, das erst ab einer Außentemperatur von -14 °C (oder kälter) beispielsweise mit 80 °C im Vorlauf und 60 °C im Rücklauf betrieben wird, kann über weite Teile des Jahres trotzdem den Brennwert nutzen. Die entsprechenden Systemtemperaturen sind bei höheren Außentemperaturen wegen der außentemperaturgeführten Heizungssteuerung entsprechend niedriger als 80 °C/60 °C.

Fazit. Wenn Heizkreisläufe an sehr kalten Wintertagen mit hohen Temperaturen betrieben werden, kann schlimmstenfalls der Brennwert der Abgase nicht für das System genutzt werden. Insbesondere in den Übergangszeiten (Herbst und Frühjahr) kommt der Vorteil der Brennwertsysteme aber voll zum Tragen.


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